So gravieren Sie einfarbige Kunststoffe mit einem Faserlaser:
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
Gravieren von Kunststoffen
mit einem Faserlaser
Das Gravieren von Kunststoffen mit einem Faserlaser ist eine äußerst effektive Methode, um kontrastreiche, dauerhafte Markierungen zu erzeugen, ohne Material abzutragen. Ganz gleich, ob Sie Kennzeichnungsplaketten für Nutztiere (Kuhmarken), Seriennummernschilder oder mit einem Markenzeichen versehene Werbeartikel herstellen – der Prozess beruht auf einer chemischen Reaktion innerhalb der Zusatzstoffe des Kunststoffs.
In diesem Tutorial befassen wir uns mit zwei verschiedenen Methoden: der Verwendung eines Hochgeschwindigkeits- Galvo-System System und einen leistungsstarken Flachbett-Faserlaser.
Präzisionsgravur mit einem Galvo-Faserlasersystem
Der Galvo-Laser nutzt Hochgeschwindigkeitsspiegel zur Strahlführung und ist damit die ideale Wahl für schnelle, präzise Anwendungen wie die Markierung einzelner Rinder oder kleiner Gruppen von Rindern.
Schritt 1: Ausrichtung mithilfe der Iris™-Kamera
Erfassen Sie mithilfe des Epilog Laser ein Hintergrundbild Ihres Laserbetts. Kopieren Sie dieses Bild und fügen Sie es in Ihre Grafiksoftware (wie CorelDRAW, Adobe Illustrator oder AutoCAD) ein. So können Sie genau „sehen“, wo sich Ihre Markierungen auf dem Tisch befinden, und die Grafik perfekt ausrichten.
Schritt 2: Platzierung der Grafik
Ziehen Sie Ihre Namen, Logos oder Seriennummern über die Abbildungen der Etiketten in Ihrer Software. Sobald alles ausgerichtet ist, wählen Sie nur die Grafiken aus (nicht das Hintergrundbild) und senden Sie den Auftrag zurück an das Laser Dashboard.
Schritt 3: Materialeinstellungen für einen 100-W-MOPA-Faserlaser
Um mit einer 100-W-MOPA-Faserlaserquelle eine scharfe, schwarze Markierung auf hellem Kunststoff zu erzielen, verwenden Sie die folgenden Einstellungen.
- Geschwindigkeit: 100 %
- Leistung: 60 %
- Häufigkeit: 1 %
- Wellenform: 4
- Abstand: 0,0003
- Winkel: 45°
Um mit Ihrem Material zu experimentieren, können Sie den Einstellungsgenerator im Epilog Job Manager verwenden. Die Schaltfläche „Generieren“ befindet sich in der oberen rechten Ecke, wie in dieser Abbildung durch das rote Rechteck markiert.
Großserienfertigung auf einem Flachbett-Fasersystem
Wenn Sie Dutzende von Gegenständen auf einmal gravieren müssen, ist das Flachbettsystem die bessere Wahl. Es nutzt zwar ein fliegendes Optiksystem (das langsamer ist als Galvo-Spiegel), doch der größere Arbeitsbereich ermöglicht eine Massenproduktion nach dem Motto „Einrichten und fertig“.
Schritt 1: Verwenden Sie eine lasergeschnittene Schablone zur Ausrichtung
Um die Effizienz zu maximieren, fertigen Sie aus Taskboard oder Acryl eine Halterung an, um Ihre Etiketten an Ort und Stelle zu fixieren. Da die Halterung dafür sorgt, dass jedes Teil in einer festen Position bleibt, müssen Sie nicht bei jedem Auftrag die Kamera verwenden. Legen Sie Ihre Etiketten einfach in die Schlitze ein und starten Sie den Druckvorgang.
Schritt 2: Einstellungen für das 60-W-MOPA-Faser-Flachbett-Lasersystem
Bei einem 60-W-Flachbettsystem müssen Sie Ihre Einstellungen leicht anpassen, um dieselbe kontrastreiche schwarze Markierung zu erzielen:
- Auflösung: 400 dpi
- Geschwindigkeit: 90 %
- Leistung: 100 %
- Häufigkeit: 1 %
- Wellenform: 10
Galvo vs. Flachbett: Welcher Faserlaser ist der richtige für Sie?
| Funktion | Galvo-Fasersystem | Flachbett-Fasersystem |
|---|---|---|
Geschwindigkeit | Extrem schnell (ca. 30 Sekunden pro vollständigem Design-Tag) | 15 Minuten für die vollständige Gestaltung von 24 Anhängern |
Arbeitsbereich | Bis zu 15 x 15 cm | Bis zu 60 x 60 cm |
Am besten geeignet für | Kleinserien und rapid prototyping | Großserienfertigung und große Chargen |
Die Wissenschaft dahinter: Warum Faserlaser Kunststoff markieren
Faserlaser gravieren Kunststoff in der Regel nicht so tief wie ein CO2 . Stattdessen reagiert der Strahl mit den im Material enthaltenen Additiven.
- Leichte Kunststoffe: Der Laser bewirkt eine chemische Veränderung, durch die der Kunststoff schwarz wird.
- Dunkle/schwarze Kunststoffe: Die Pigmente neigen dazu, weiß oder hellgrau zu werden.
Profi-Tipp: Führen Sie bei der Arbeit mit einem neuen Kunststoff immer einen Rastertest durch. Da jeder Hersteller unterschiedliche Zusatzstoffe verwendet, muss Ihre „perfekte“ schwarze Markierung möglicherweise hinsichtlich Frequenz oder Wellenform leicht angepasst werden.
Häufig gestellte Fragen
Weitere Tipps und Tricks
Sind Sie bereit, Ihre Beschriftungsmöglichkeiten mit
zu erweitern?
Faserlaser bieten eine Vielseitigkeit, die moderne Fertigungs- und Kennzeichnungsanwendungen ermöglicht. Ganz gleich, ob Sie Metall oder spezielle Kunststoffe markieren möchten – Epilog hat das passende System für Ihren Arbeitsablauf.